
Escholzmatt

Noch bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts benützte Escholzmatt das Wappen der von der Krummenegg stammenden Gerichtsschreiber Familie Felder, obschon die Sippe der Gemeindeschreiber Studer ihren Vorgänger Johann Felder schon 1857 abgelöst hatte. Als sich der Historische Verein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch mit dem Thema der Heraldik befasste, schuf der damalige Staatsarchivar Dr. P. X. Weber das heutige Escholzmatter Gemeindewappen. Der auf dem grünen Dreiberg stehende rote Turm erinnert an die Burganlage in Wiggen, während die schwarzen Kreuze rechts und links des Turms die im 13. Jahrhundert belegte Beziehung Escholzmatts zum Deutschen Ritterorden in Sumiswald versinnbilden.
Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot.
Das Wappen enthält auf rotem Hintergrund in der einen Hälfte eine Buche, in der andern das Christuskreuz. Das älteste Entlebucher Banner – heute im Historischen Museum Luzern – stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die drei silbernen Wurzeln entsprechen der alten Dreiteilung des Entlebuchs in die obere, mittlere und untere Talschaft (Escholzmatt/Schüpfheim/Entlebuch). In den sieben Ästen repräsentieren sich die sieben Orte des alten Landes Entlebuch: Doppleschwand, Entlebuch, Escholzmatt, Hasle, Marbach, Romoos und Schüpfheim. Seit Flühli sich als eigene Gemeinde entwickelte und Werthenstein ebenfalls dem Entlebuch zugeschlagen wurde, besteht das Entlebuch aus neuen Gemeinden.
Im Jahr 1480 verlieh Papst Sixtus IV. dem Entlebuch das Privileg, neben der Buche auch das Kreuz Christi mit den drei Nägeln, der Dornenkrone und der Inschrift INRI zu führen.
1989 wurde durch eine Diplomarbeit der HWV Luzern zur Profilierung in der heutigen Informationsflut eine einheitliche Corporate Identity angeregt, welche alle internen und externen Auftritte der Gemeinde umfasst. Das visuelle Erscheinungsbild, das sogenannte Logo, ist ein wichtiger Bestandteil; jede Präsentation soll mit Escholzmatt assoziiert werden und zu einer unverwechselbaren Identität verhelfen. Das Logo wurde durch den international bekannten Willisauer Grafiker und Plakatkünstler Knox Troxler, Begründer und Promoter von „Jazz in Willisau“, geschaffen. Das farbenfrohe Logo mit dem Wahrzeichen - der das Dorfbild dominierenden Sankt-Jakobs-Kirche - symbolisiert Eigenständigkeit, Aufbruch und Lebensfreude.
Der bekannte Willisauer Grafiker Niklaus Troxler hat für das Gemeindejubiläum 2010, 850 Jahre Escholzmatt, ein festliches Logo geschaffen. Das festliche Girlanden-Logo in den Escholzmatter Farben strahlt Freude und Fröhlichkeit aus und ist Sinnbild für Tradition und Zukunftsglaube.